Natürliche Potenzmittel stoßen bei ernsthaften Erektionsstörungen an ihre Grenzen

 

Wer mit Erektionsstörungen zu kämpfen hat, hat es nicht leicht, befindet sich allerdings in „guter“ Gesellschaft. Denn mittlerweile leidet mehr als die Hälfte der Männer zwischen 40 und 70 Jahren an einer Erektilen Dysfunktion. Natürlich macht diese Erkenntnis das Problem nicht einfacher. Viele Betroffene hoffen daher auf Medikamente oder andere Mittel, die sie von diesem Problem befreien. Dabei stellen sie sich oft die Frage: „Chemiekeule oder Natur?“

Denn neben einschlägig bekannten Medikamenten wie Viagra, Levitra oder Cialis gibt es auch den einen oder anderen natürlichen Trick, um der Erektionsstörung – und auch der sexuellen Unlust – beizukommen.

Die Geschichte von natürlichen Mitteln

Die Historie von natürlichen Potenzmitteln oder Mitteln zur Luststeigerung ist fast so alt wie die Menschheit selbst. Es gibt Völker, die bereits seit sehr langer Zeit an die Kraft und Wirkung bestimmter Pflanzen, Kräuter oder Tees glauben. Natürlich versuchen auch heutige Pharmaunternehmen, sich diese Vorteile zunutze zu machen. Denn natürliche Mittel sind immer noch besser als die chemische Keule. Oder vielleicht doch nicht?

Was kann bei Sexproblemen helfen?

Wie bereits erwähnt, gibt der Markt viele natürliche Mittel her, die bei sexueller Unlust und Potenzstörungen eingesetzt werden. Einige helfen wirklich, bei anderen liegt eher der viel zitierte Placebo-Effekt vor. Ein allgemein positiver Effekt auf Potenzprobleme wurde bei Yohimbin beobachtet. Der Stoff, der aus der Rinde des Yohimbe-Baumes gewonnen wird, soll die Durchblutung in den Geschlechtsorganen erhöhen. Optimal, wenn man an einer Erektionsstörung leidet, da hier ja oft die Blutzufuhr zum Penis nicht ausreichend hoch ist.

Ebenfalls eine günstige Wirkung auf Lust und Potenz schreibt man Austern, asiatischem Ginseng oder Safran zu. Der Verzehr von Austern zum Beispiel soll die Konzentration von Testosteron erhöhen und so für ein erhöhtes Lustempfinden sorgen. Gut gewürzte Speisen sollen ebenfalls scharf machen.

Können natürliche Stoffe wirken?

Ja, natürlich Stoffe können wirken. Die Frage ist aber auch, ob sie dies im gewünschten Rahmen tun. Man(n) muss sich die Frage stellen, wie hoch die Dosierung sein sollte, damit das Mittel auch wirkt. Oft werden frei verkäufliche Präparat nur in geringer Dosierung auf dem homöopathischen Level angeboten. Ob so im Vergleich zu chemisch hergestellten Medikamenten eine Wirkung im gewünschten Maß eintreten kann, ist zumindest zweifelhaft. Daher gehen viele Leute auch davon aus, dass Präparate wie sie zum Beispiel in Sexshops oder Erotik-Versandhäusern angeboten werden, nicht die Wirkung entfalten, die sich der Betroffene von ihnen erhofft.

Am besten ab zum Arzt

Wenn Männer wirklich unter länger andauernden Erektionsstörungen leiden, ist der Gang zum Arzt das Mittel der Wahl. Dieser wird dann nämlich genauere Untersuchungen vornehmen, die zum Beispiel darüber Aufschluss geben, worin die Ursachen für eine Erektile Dysfunktion überhaupt bestehen. Denn oft können Erektionsstörung auf eine gefährliche Herz-Kreislauf-Erkrankung oder andere körperliche Beschwerden hinweisen. Der Arzt wird dem Patienten dann auch das richtige Mittel in der richtigen Dosierung verordnen. Von daher ist auch von einem übermäßigen Probieren zahlreicher, frei erhältlicher Produkte abzusehen, wenn wirklich ernsthafte Erektionsstörungen vorliegen.