Pharmakonzern Pfizer auch nach Patentabläufen überraschend stark

Der führende US-amerikanische Pharmakonzern Pfizer, Hersteller von Viagra, hat den jüngsten Ablauf von Patenten besser verkraftet, als das manche Analysten vermutet hätten. Obwohl der Gewinn des Arzneimittelherstellers um ganze 60 Prozent schrumpfte, zeigten sich die Anleger nach dem Schlussquartal 2013 zufrieden

In diesem hatte Pfizer starke Umsätze mit seinen Medikamenten gegen Krebs, Nervenschmerzen und Arthritis gemacht. Berücksichtigt man die Tatsache, dass der Gewinn im Vorjahr dadurch so groß ausgefallen war, dass Pfizer seine Babynahrungssparte an Nestle verkauft hatte, fällt das Ergebnis im Rahmen der Erwartungen durchaus positiv aus. Das sehen auch die Anleger so, wie Kursgewinne an der Börse belegen.

Die Geschäfte mit der Potenzpille Viagra gehen allerdings immer schlechter. Nach dem Ablauf des Patents im Juni 2013 zeigt sich vor allem die ausländische Konkurrenz mit Nachahmermitteln als stark. Ähnlich verhält es sich mit dem Blutfettsenker Lipitor, der früher als international umsatzstärkstes Medikament galt. Heute verdient Pfizer am meisten mit dem Nervenschmerzmittel Lyrica. Als umsatzstarke Produkte erweisen sich außerdem die Medikamente Inlyta und Xalkori gegen Nierenkrebs und Lungenkrebs.