Erektionsstörungen bergen ein großes Gesundheitsrisiko

 

Sehr viele Männer in Deutschland leiden unter Erektionsstörungen. Studien zufolge sollen es mehr als 50 Prozent der 40- bis 70-Jährigen sein, die Probleme haben, beim Sex einen steifen Penis zu bekommen oder die Erektion aufrechtzuerhalten. Ein belastendes Szenario für beide Partner, denn der Geschlechtsverkehr ist auf diese Weise so gut wie gar nicht oder nur in sehr eingeschränkter Form möglich. Bei aller Belastung und Schamgefühl sollte man aber die eigene Gesundheit nicht aus den Augen verlieren.

Denn es ist erwiesen, dass Erektionsstörungen, auch Erektile Dysfunktion genannt, ein Hinweis auf ernsthaftere körperliche Beschwerden sein können. Wer also Probleme dieser Art hat, sollte sie nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Schockdiagnose „Erektile Dysfunktion“ und die Folgen

Für Männer ist die Erkenntnis, an einer Erektionsstörung zu leiden, ein Schock. Sie fühlen sich mit einem Schlag minderwertig, beinahe nur noch wie ein halber Mann. Denn welcher „ganze Kerl“ gibt schon zu, dass er nicht in der Lage ist, eine Erektion zu bekommen? Die Folgen können verheerend sein. Nicht nur, dass die eigene Gesundheit in körperlicher Art und Weise Schaden nehmen kann, auch die Psyche sowie Partnerschaften können daran zerbrechen. Denn die Betroffenen ziehen sich oft zurück, sprechen nicht über das Thema, setzen sich selbst unter großen Leistungsdruck. Auch der Partner wird unsicher, und am Ende steht nicht selten das Aus der Beziehung.

Warum das Risiko so groß ist

Erektionsstörungen sind nicht zwingend ein psychisches Dilemma oder die Folge von Nebenwirkungen einiger Medikamente. Sie können vielmehr ein Vorbote oder Hinweis auf gefährliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein. Liegt zum Beispiel eine Arterienverkalkung (Arteriosklerose) vor, können im schlimmsten Fall Herzinfarkte oder Schlaganfälle die Folge sein. Auch können Diabetes oder Depressionen eine Erektionsstörung begünstigen. Aus diesem Grunde sollten die Betroffenen auf jeden Fall einen guten Arzt aufsuchen, der sie berät. Außerdem kann er die angesprochenen, möglichen Begleiterkrankungen erkennen und gleich mit therapieren.

Wie kann man Erektionsstörungen behandeln?

Die Auswahl der Behandlungsmethode liegt beim Arzt. Oftmals wird ein Medikament verschrieben, um den Erektionsstörungen beizukommen. Viagra, Levitra, Cialis, Kamagra oder aber auch das recht neue Spedra können hier die Mittel der Wahl sein. Der Arzt entscheidet nach eingehender Untersuchung, welches Präparat für den jeweiligen Patienten am besten geeignet ist. Diese Potenzmittel wirken mithilfe so genannter PDE-5-Hemmer. Sie sorgen dafür, dass ein bestimmtes Enzym – Phosphodiesterase 5 – blockiert wird, welches normalerweise für den Abbau einer Erektion sorgt. Dadurch wird die Durchblutung des Glieds verbessert, die glatten Muskeln des Penisschwellkörpers entspannen sich. Bei ordnungsgemäßer Anwendung sind derartige Medikamente sicher, auch wenn unerwünschte Nebenwirkungen natürlich nicht gänzlich ausgeschlossen werden können.

Abseits dieser Präparate kann sich der Mann noch vor dem Sex ein Mittel direkt in den Penis spritzen oder eine Penispumpe benutzen. Auch dadurch soll die Erektionsfähigkeit verbessert werden.

Fazit

Mit ernsthaften Erektionsstörungen ist definitiv nicht zu spaßen. Die Betroffenen sollten auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen, allein schon, um andere Krankheiten entdecken und gegebenenfalls mit therapieren lassen zu können. Der behandelnde Arzt kann dann dafür sorgen, dass ein normales Sexualleben wieder möglich ist.